Reverse DNS (rDNS) löst eine IP-Adresse zu einem Hostnamen auf, das Gegenteil der Standard-A-record oder AAAA-record Abfrage. Es verwendet PTR-Datensätze (Pointer) anstelle von Adressdatensätzen.
Bei IPv4 fragt Reverse DNS die spezielle Domain in-addr.arpa ab, mit umgekehrten Oktetten. Zum Beispiel wird 192.0.2.5 zu 5.2.0.192.in-addr.arpa. IPv6 verwendet ip6.arpa mit der Adresse, ausgedrückt als umgekehrte Nibbles (Hexadezimalziffern).
Im Gegensatz zu Forward DNS wird die Autorität der Reverse-Zone von der Regional Internet Registry oder dem ISP delegiert, der den IP-Block besitzt, da Adressraum (nicht Domainnamen) delegiert wird. Dies ist der Grund, warum Sie Reverse DNS nicht selbst einrichten können – Ihr Hosting-Provider oder ISP muss den PTR-Datensatz erstellen.
Häufiger Anwendungsfall: Mail-Server überprüfen Reverse DNS, um die Legitimität des Absenders zu überprüfen. Viele lehnen E-Mails von Servern mit fehlenden oder nicht übereinstimmenden PTR-Datensätzen ab. Diese Forward-Confirmed Reverse DNS (FCrDNS) Überprüfung – wobei das PTR-Ziel bei einer Forward-Abfrage wieder zur ursprünglichen IP zurückkehrt – ist entscheidend für die Zustellbarkeit von E-Mails. Falsch konfigurierte oder vom ISP zugewiesene generische PTR-Werte lösen oft Spam-Filter aus.
Beispiel: Ein Mail-Server unter mail.example.com (IP 93.184.216.34) sollte einen PTR-Datensatz auf 34.216.184.93.in-addr.arpa haben, der auf mail.example.com zurückzeigt. Wenn dieser Hostname nachgeschlagen wird, sollte er wieder zu 93.184.216.34 aufgelöst werden.
TipReverse DNS (der PTR-Record) wird von demjenigen verwaltet, dem die IP-Adresse gehört — meist Ihr Hoster oder ISP, nicht Ihr DNS-Anbieter. Übereinstimmende Forward- und Reverse-Records verbessern die E-Mail-Zustellung.