DNS (Domain Name System) ist ein hierarchisches, verteiltes Benennungssystem, das Domainnamen in IP-Adressen umwandelt und andere Servicedatensätze speichert. Es ist das Adressbuch des Internets und ermöglicht es dir, einen Domainnamen einzugeben, statt numerische IP-Adressen auswendig zu lernen.
Funktionsweise
Wenn du eine Website besuchst, sendet dein Gerät (Stub Resolver) eine Anfrage an einen rekursiven Resolver, der dann einer Kette von Verweisen folgt: Root-Server → Top-Level-Domain-Server → autoritative Nameserver für diese Domain. Jeder Schritt gibt die Antwort zurück oder einen Hinweis auf den nächsten Schritt. Der rekursive Resolver speichert das Ergebnis und gibt es an dich zurück.
DNS-Daten werden als Resource Records (RRs) gespeichert — diese umfassen A-Einträge für IPv4-Adressen, AAAA-Einträge für IPv6, MX-Einträge für E-Mail-Routing, CNAME-Einträge für Aliase, TXT-Einträge für Verifizierung und viele weitere.
Wichtige Details
DNS-Anfragen verwenden standardmäßig UDP-Port 53, mit TCP als Fallback für größere Antworten oder Zonentransfers. Jeder Eintrag hat einen TTL-Wert (Time To Live), der kontrolliert, wie lange Resolver ihn zwischenspeichern, bevor sie erneut abfragen.
Da DNS verteilt und gecacht ist, werden Änderungen nicht sofort weltweit verbreitet — die DNS-Propagation kann Stunden oder länger dauern, bis die Caches verschiedener Resolver ablaufen.
Zum Schutz fügt DNSSEC kryptographische Signaturen hinzu, um die Authentizität zu überprüfen. Nutze unser DNS-Lookup-Tool, um Einträge für jede Domain zu inspizieren.
TipHalten Sie Ihr autoritatives DNS an einem Ort, damit Records, TTLs und DNSSEC konsistent bleiben — über mehrere Anbieter verstreute Zonen sind die häufigste Ursache für Drift.